Bakterien lauern in jedem Haushalt. Wissen Sie, wie Sie sie loswerden?
Autor: EkoBIT-Team
Bakterien machen etwa die Hälfte der gesamten lebenden Materie auf der Erde aus. Einige von ihnen sind für die menschliche Gesundheit harmlos, andere können gefährliche Krankheiten auslösen. Vielleicht überraschend viele von ihnen finden sich auch in unseren Haushalten. Sie wissen nicht, wie Sie sie loswerden? In diesem Artikel geben wir Ihnen Rat.
In einem gewöhnlichen Haushalt kommen gleich mehrere Bakterienarten vor. Dazu zählen zum Beispiel E. coli 0157, die Verdauungserkrankungen verursachen kann, Staphylococcus areus, der schwer behandelbare Infektionen hervorruft, und Clostridium difficile (C. diff.), das zu starkem Durchfall führen kann. Deshalb ist auf Hygiene und gut gewaschene Hände vor und nach der Zubereitung von Speisen sowie nach dem Toilettengang zu achten. Der wirksamste Schutz ist in diesem Fall das Händewaschen mit Seife und heißem Wasser.
In welchem Teil des Zuhauses befinden sich Ihrer Meinung nach die meisten Bakterien? Wenn Sie auf Toilette oder Bad tippen, liegen Sie falsch. Die meisten Bakterien gibt es nämlich in der Küche. Der Grund ist klar – dort lagern die eingekauften Lebensmittel und dort wird mit Speisen hantiert. Vergessen Sie deshalb nicht, Spüle und Arbeitsfläche ringsum täglich zu reinigen und mindestens einmal pro Woche zu desinfizieren. Für die Küchenzeile verwenden Sie Mittel mit antibakterieller Wirkung. Sehr viele Bakterien stecken auch im Mülleimer, leeren Sie ihn daher jeden Tag.
Die meisten Bakterien stecken im Spülschwamm
Das größte Bakterienparadies ist allerdings der Spülschwamm. In ihm ist es warm und feucht, und oft bleiben darin Essensreste zurück. Wechseln Sie Schwämme daher ausreichend häufig und warten Sie nicht, bis sie zu riechen beginnen oder gar zerfallen.
Von Bakterien wimmelt es allerdings auch im Bad. Sie sitzen in der Badewanne, im Waschbecken, aber auch in feuchten Handtüchern und Lappen. Trocknen Sie die Wanne deshalb nach jedem Bad ab und desinfizieren Sie sie regelmäßig. Dafür eignet sich zum Beispiel Wasserstoffperoxid. Besonders vorsichtig sollten Sie in dem Moment sein, in dem Sie in der Wanne oder in der Duschkabine einen rötlichen Belag entdecken. Er wird nämlich durch das Bakterium Sarratia marcescens verursacht, das eine unangenehme Harnwegsinfektion auslösen kann.
Waschen Sie die Wäsche bei 60 °C
Mikroben gedeihen aber auch in schmutziger Wäsche, vor allem in der Unterwäsche, weil daran beim Tragen Kotpartikel haften bleiben. Waschen Sie diese Wäsche deshalb mindestens bei 60 °C, so gelingt es Ihnen, die Mikroben abzutöten. Doch selbst dann haben Sie noch nicht gewonnen – wenn Sie die gewaschene Wäsche eine Weile in der Waschmaschine vergessen, tauchen darin bald neue Mikroben auf. Geben Sie sie daher nach dem Waschen möglichst sofort in den Trockner. Was die Toilette betrifft, denken Sie neben dem Sitz auch an die Spülung und die WC-Bürste.
Vierhundertmal mehr Bakterien als auf der Toilettenbrille befinden sich allerdings auf dem Schreibtisch. Das liegt daran, dass wir Elektronik häufiger anfassen als die Dinge auf der Toilette und sie im Unterschied zum WC nicht regelmäßig reinigen. Das können Sie mit Desinfektionstüchern beheben, lesen Sie aber immer die Hinweise auf der Verpackung. Auf dieselbe Weise können Sie sich auch um Lichtschalter, Griffe und Türklinken kümmern. Auch auf ihnen gibt es nämlich mehr als genug Bakterien.



