Ökologische Büroreinigung – 10+ Dinge, die Sie besser machen können
Autor: EkoBIT-Team
Wissen Sie, womit in den Büros, in denen Sie so viel Zeit verbringen, gereinigt und desinfiziert wird? Würde Sie interessieren, was Sie einer Reinigungsfirma vorgeben sollten, wenn Sie es mit der Ökologie auf die nächste Stufe bringen wollen?
Methodik der ökologischen Reinigung
Die erste gute Nachricht ist, dass es bereits eine ökologische Reinigungsmethodik gibt. Erarbeitet hat sie der Verband des Netzwerks ökologischer Beratungsstellen STEP, z.s.
Dieses Vorgehen richtet sich vor allem an Auftraggeber von Reinigungsleistungen aus dem öffentlichen Sektor, aber warum sollte man sich nicht auch im eigenen Unternehmen danach richten?
Wann gilt etwas als sauber?
Glanz und Duft vermitteln ein Gefühl von Sauberkeit, sind für die Reinigung an sich aber nicht nötig. Unter Reinigung versteht man, dass wir
- Oberflächen und Böden von grobem Staub befreien - mechanisch
- Ablagerungen entfernen (dort, wo Wasser vorhanden ist) – drastische Chemie ist nicht nötig
- Ablagerungen aus der Küche, aber auch von Tischen und Tastaturen lösen – auch das Entfetten kann natürlich sein
- Zuletzt beseitigen wir Mikroorganismen, die von draußen an den Schuhen hereingetragen werden oder einfach dadurch entstehen, dass wir leben – mit einer kleinen Menge Desinfektionsmittel, und auch dieses kann ökologisch sein
Eine zu große Menge an chemischen Mitteln beim Putzen kann völlig überflüssig sein. Mehr Spülmittel, mehr Pulver, mehr Reinigungsspray, eine höhere Seifenkonzentration für den Boden… große Dosen sind für Sauberkeit nicht nötig. Das Wasser spült sie nur in den Abfluss.
TIPP: Belasten wir die Kläranlagen nicht mit Stoffen, die sie nicht entfernen können, und die Natur nicht mit einer hohen Konzentration von Duftstoffen.
Die wichtigsten Definitionen der ökologischen Reinigung
Auf den Seiten der Umweltberatung finden wir etwa diese 9 Punkte:
- Geben Sie schonenden Reinigungsmitteln und mechanischer Reinigung den Vorzug. Die meisten Verschmutzungen lassen sich mit Druck, warmem Wasser und einer verdünnten Essiglösung oder einem Mehrzweckreiniger entfernen.
- Wählen Sie Reinigungsmittel ohne Phosphate und ohne Chlor und setzen Sie auf ökologische Marken mit in der Natur abbaubaren Produkten.
„Für die professionelle Reinigung verwenden wir das vegane, hypoallergene Reinigungsmittel Winni’s. Winni’s Multiuso enthält ausschließlich Tenside pflanzlichen Ursprungs und wirkt dank der Reinigungskraft der Natur leicht und schnell. Seine Zusammensetzung ist hypoallergen und schont nicht nur die Haut, sondern auch die Umwelt, es ist vollständig biologisch abbaubar.“
Auf Wunsch der Kunden setzen wir nach Absprache auch andere Mittel ein, empfehlen ihnen aber stets den natürlichen Weg.
- Synthetische Desinfektionsmittel sollten Sie nur dort einsetzen, wo es wirklich nötig ist. Reinigung muss nicht duften! Im Gegenteil, Düfte sind oft synthetisch und in der Natur schlecht abbaubar.
- Überschreiten Sie nicht die richtige Dosierung, die Wirkung des Reinigers steigt nicht unendlich und der Überschuss wird unnötig ins Abwasser gespült
- Kaufen Sie Mittel nach Möglichkeit in höherer Konzentration – das spart Verpackungen und sie halten länger
- Kalk lässt sich von Emaille mit Essig und Scheuerpulver entfernen, eine heiße Natronlösung wiederum reinigt die Armaturen.
- Ein Tuch aus Mikrofaser wirkt Wunder: rein mechanisch, nur mit warmem Wasser entfernt es festgesetzten Kalk an Armaturen und zieht mühelos auch Ablagerungen auf anderen Oberflächen an
- Waschbecken und Toiletten lassen sich mit Scheuerpulver reinigen, Essig gemischt mit Spülmittel reinigt und desinfiziert über Nacht Urinstein. Ein spezielles Desinfektionsmittel oder eine Desinfektion bei jeder Spülung ist nicht nötig.
Was also lässt sich allgemein für eine bessere Reinigung tun? 4 Regeln:
- So wenig Chemie wie möglich, so viel Mechanik wie möglich.
- Verwenden Sie Mikrofaser -Tücher und -Mopps
- Die Poren der Materialien verschließen (regelmäßiges Wachsen, Imprägnieren, Kristallisieren, Porenfüllen usw.), damit für die normale Pflege keine radikalen Reiniger nötig sind
- Reiniger genau dosieren, die umweltschonend und frei von künstlichen Duftstoffen sind
Ist Desinfektion nötig?
Eine professionelle Reinigungsfirma muss bei der Reinigung öffentlicher Räume einen Desinfektionsplan haben. Zum Beispiel für das Gesundheitswesen, aber auch für Büros. Die Desinfektionsmittel müssen regelmäßig gewechselt werden, meist wechseln sich 3 verschiedene ab, und der Einsatz erfolgt etwa monatlich.
Für eine außerordentliche Desinfektion wählen Sie die Ozondesinfektion.
Für die regelmäßige Reinigung von Oberflächen wählen Sie eine ökologische Desinfektion ohne Chlor.
Mülltrennung in Unternehmen
Es ist großartig, dass die meisten Unternehmen ihren Abfall bereits trennen.
Vergewissern Sie sich, dass Ihre Reinigungskräfte den getrennten Abfall in die richtigen Container geben.
Kunststoffverpackungen von Speisen müssen Sie nicht auswaschen – es genügt, sie leer zu entsorgen. Werfen Sie darin aber keine Speisereste weg und schon gar kein Öl. Im Recyclingprozess sind Öle nämlich ein Problem. Ein Ausspülen ist also manchmal doch sinnvoll.
Denken Sie auch über die Müllbeutel aus Polyethylen nach und wählen Sie lieber einen Lieferanten ökologischer Beutel.
Ein letzter Tipp zum Schluss – wie sparen Sie mehr Strom? In Unternehmen ist das wohl unrealistisch, aber gut zu wissen: Der Wasserkocher ist ein großer Stromfresser, und je häufiger Sie das Teewasser anders erhitzen, desto besser für Ihre Rechnung!
QUELLEN:
Die Definition der ökologischen Reinigung hat STEP gemeinsam mit der Tschechischen Vereinigung für Reinigungsdienstleistungen erarbeitet.



